Digitale Zutrittskontrolle: Wie viel Verkabelung ist wirklich nötig?

Einer der größten Vorteile von Zutrittskontrollsystemen ist das Echtzeit-Monitoring von Türzuständen. Wer geht wann hinein? Wann wurden Räume oder ein Gebäude wieder verlassen und wie lange stehen Türen offen? Dies sind nur einige der Informationen, mit denen sich Sicherheitsverantwortliche einen ganzheitlichen Überblick verschaffen können.

Anstelle eines Schlüssels kommen RFID-basierte Identmittel wie Schlüsselanhänger oder Karten zum Einsatz. Vieles spricht also für die digitale Zutrittskontrolle, doch beim Thema Installationsaufwand scheiden sich bisweilen die Geister: Muss tatsächlich jeder Karten-Leser per Kabel angeschlossen werden? Welche Möglichkeiten es neben dieser Standard-Lösung gibt, zeigen die folgenden Beispiele.

Variante 1: Online verdrahtet

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Klassisch wird hier ein Kartenleser benötigt, der per RS485-Kabel an die Auswerteeinheit, den Türcontroller, angeschlossen ist. Das Identmittel wird gelesen und die Reaktion des Controllers (berechtigt oder nicht) erfolgt in Echtzeit.

Variante 2: Online via Funk mit Aperio-Komponenten

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Sollen weitere Türen in das Zutrittskontrollsystem integriert werden, bieten die drahtlosen Aperio-Komponenten eine besonders einfache und elegante Möglichkeit. Das Besondere daran: Hier wird nur ein Funk-Hub per Kabel mit dem Controller verbunden, an der Tür selbst ist keine Verkabelung nötig. Der RS485 Funk-Hub kommuniziert drahtlos mit den elektronischen Zylindern, Beschlägen und Schlössern, Türdrückern und Serverschrankschlössern des Aperio-Sortiments. Auch in diesem Fall erfolgt die Reaktion des Türcontrollers in Echtzeit, sobald ein ID-Mittel (berechtigt oder nicht berechtigt) gelesen wird.

Gerade in gewerblichen Objekten, bei denen Kabelstränge und andere Versorgungsleitungen oft hinter einer Zwischendecke verlaufen, lässt sich diese Lösung mit geringem Aufwand umsetzen.

Variante 3: Offline-Lösung mit Aperio-Komponenten

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Was ist, wenn auch abgelegene Räume in die Zutrittskontrolle eingebunden werden sollen oder falls bei untergeordneten Räumen, wie etwa Versorgungs- oder Putzräumen, keine Echtzeit-Überwachung erforderlich ist? In diesem Fall können Sie auf die Offline-Varianten der Aperio-Produktpalette zurückgreifen, die kabellos an den Türen montiert werden.

Zwingend nötig ist in diesem Fall ein zentraler, kabelgebundener Leser, der mit dem Controller verbunden ist und von dort die Berechtigungen abfragt und validiert. Dieser Leser fungiert als sogenannter Updater, der die Berechtigungen auf den ID-Mitteln aktualisiert und verlängert. Mitarbeitende erhalten so punktuell Zutritt, indem sie bei Dienstbeginn ihr ID-Mittel an den Updater halten.

Variante 4: Offline über digitale Schließanlage

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Geht es darum, entfernt liegende Gebäude oder Türen außerhalb des Funkbereichs zu sichern, bietet sich anstelle einer kartenbasierten Lösung auch die Verwendung eines elektronisches Schließsystems wie eCLIQ an. Türen mit CLIQ®-Zylinder beziehen ihre Stromversorgung über eine Batterie im Schlüssel und lassen sich auch ohne direkten Kontakt zur Zutrittskontrolle öffnen – eine wichtige Funktion bei Notfällen wie zum Beispiel Rettungseinsätzen der Feuerwehr. Besonders in großen Objekten finden sich daher oft gemischte Systeme, bestehend aus mechanischer Schließanlage und Zutrittskontrolle SCALA. Durch eine Umrüstung der mechanischen Zylinder gegen die gegen CLIQ®-Varianten auf eCLIQ lassen sich beide Systeme elektronisch erfassen und über die Software von SCALA net verwalten. Einige der eCLIQ-Schlüssel sind zudem optional mit einem im Batteriedeckel integrierten RFID-Chip erhältlich, sodass bei Nutzung der kombinierten Lösung nicht zwischen verschiedenen Schließ- bzw. Identifikationsmitteln hin- und hergewechselt werden muss.

Vereinte Vielfalt: Ohne Einschränkungen zwischen Kabel, Funk und Schlüssel wählen

Die vorgestellten Beispiele zeigen, dass die verkabelte Leseeinheit neben der Tür heute nur eine von zahlreichen Möglichkeiten darstellt, eine Zutrittskontrolle umzusetzen. Mit den drahtlosen Aperio-Komponenten oder auch im Verbund mit eCLIQ lässt sich diese Grundkonfiguration auch ohne großen Installationsaufwand erweitern und entsprechend den eigenen Vorstellungen gestalten. Für Unternehmen, Kommunen und für viele weitere Institutionen steht damit ein hochflexibles und vielschichtiges System bereit, das sich immer wieder neu und individuell an jede Anforderung anpassen lässt.

Weitere Informationen zu den vielfältigen Möglichkeiten der Zutrittskontrolle mit SCALA finden Sie hier