So schafft ASSA ABLOY leicht zugängliche Trainings- und Schulungsangebote

Im Bereich der übergeordneten Schulungs- und Trainingsprogramme hat sich die ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH über Jahre hinweg in der gesamten Branche einen Namen gemacht. Mit lösungsorientierten Angeboten, die auf jedes Wissenslevel und jeden Bedarf zugeschnitten sind, definiert das Unternehmen seine Maßstäbe für praxisnahe Weiterbildung. Hinter den bei Kunden und Endkunden sowie den eigenen Mitarbeitenden geschätzten Academys und Workshops steht Bianca Lächelt mit ihrem vierköpfigen Team. Im Interview gibt die Trainingsspezialistin Einblick in das vielseitige Programm und dessen erfolgreiche Entwicklung. 

Assa_Abloy_Training_Laechelt_Bianca0830Seit Bianca Lächelt 2017 diesen wichtigen Bereich im Unternehmen übernahm, hat sich das Spektrum der Angebote stetig entwickelt, wurde sukzessive ausgebaut und weiter professionalisiert. Zu den vielseitigen Fortbildungsmöglichkeiten gehört neben Präsenz- und Webseminaren inzwischen auch ein großer Bereich an kostenfreien Materialien, Fortbildungsmodulen und Video-Tutorials dazu, die im besten Sinne „Hilfe-zur-Selbsthilfe“ bieten und jederzeit für Interessenten abrufbar sind. Unter den Teilnehmenden gibt es auch zahlreiche Wiederholungstäter, die die äußerst umfangreichen Schulungsmaterialien für erneute Zertifizierungen und die vom Gesetzgeber regelmäßig geforderten Sachkundeprüfungen nutzen. Andere wiederum verwenden die professionell aufbereiteten Fortbildungsmodule und Video-Tutorials dazu, um ihren eigenen Auszubildenden die Grundlagen von Schließsystemen der ASSA ABLOY Marken und Produktfamilien wie CLIQ®, IKON oder Fluchtwegtechnik von effeff zu vermitteln.

Frau Lächelt, Sie sind jetzt schon seit fast zehn Jahren Leiterin der Trainingsabteilung bei ASSA ABLOY. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Bianca Lächelt: Eine der wichtigsten Aufgaben mit meinem Team ist es, die Partner zu befähigen, gut und sicher zu beraten, zu installieren und zu warten. Dazu haben wir immer ein offenes Ohr für den Markt und relevante Themen – arbeiten hier auch eng mit dem Vertrieb zusammen, um potenziellen, bzw. tatsächlichen Trainingsbedarf aufzudecken. Wir verstehen uns als Schnittstellen-Abteilung zwischen dem Vertrieb, Produktmanagement, Support und den Kunden. Die Summe aller internen und externen Rückmeldungen darüber, was aus ihrer Sicht wichtig ist, ist für uns die bedeutendste Informationsquelle für die Weiterentwicklung des Angebots. Das ist ein stetiger Prozess, in dem wir unsere Programme und Trainingsinhalte anpassen und aktuell halten. Wir nutzen das auch für die Gestaltung individueller Workshops und Seminare, in denen wir sehr spezifisch und individuell auf die Bedürfnisse reagieren. Im Sinne der Kundenbindung führen wir Individualschulungen meist als ortsnahe Präsenzveranstaltungen durch. Es gilt das Prinzip, das Schulungsangebot so niederschwellig und komfortabel wie möglich zu gestalten, damit auch viele Teilnehmende profitieren können.

Stichwort Präsenzveranstaltungen: Gibt es Unterschiede in der Entwicklung der Trainings vor und nach Corona?

Bianca Lächelt: Natürlich haben die Pandemiejahre den Wandel zu einem größeren digitalen Informationsangebot in unserer Branche getriggert und beschleunigt. Die Möglichkeit, die regelmäßig geforderten Sachkundeprüfungen in der effeff Rettungswegtechnik online durchführen zu können, haben wir beispielsweise im Kontext der ersten Lockdowns auf die Beine gestellt. Es wäre aber falsch zu behaupten, dass diese Digitalisierung erst in dieser Zeit seinen Anfang genommen hätte. Die ersten Module unserer ASSA ABLOY E-Learning-Academy gab es beispielsweise schon 2014.

Welche Rolle spielen die digitalen Angebote inzwischen?

Bianca Lächelt: Die Online-Teilnehmerzahlen und -angebote sind auch bei uns seit 2020 deutlich gestiegen. Im Verhältnis von Online- und Präsenz-Teilnahmen halten sich unsere Zahlen aber ziemlich genau die Waage – und zwar über alle Produktbereiche hinweg. Beides ergänzt sich auch wunderbar. Zudem wissen wir aus zahlreichen Gesprächen, dass unsere E-Learning-Academy als Vorbereitung für unsere Seminare und Workshops genutzt wird. Oder um das Grundlagen Know-how im eigenen Betrieb zu festigen, bevor sie mit individuellen Anfragen auf uns zu kommen.

Wer gehört zu Ihrem Team und wie überbrücken Sie die Entfernung zwischen den Standorten in Berlin und Albstadt?

Bianca Lächelt: Ich leite ein Team mit vier Kollegen, das quer über Deutschland verteilt ist. Zwei meiner Kollegen sind Experten für die Produktportfolios der Marke effeff, die anderen beiden für die verschiedenen Produktfamilien der Marke IKON. Das hat sich bewährt. Trotz der Entfernungen stehen wir immer im regelmäßigen Austausch miteinander und stimmen uns gemeinsam ab. Wir sind alle langjährige Mitarbeiter im Unternehmen und kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen im Kundenkontakt, etwa Vertrieb oder Support. Wir profitieren bei unserer Arbeit in der Trainingsabteilung von der hohen Erfahrung im Umgang mit Kunden und den verschiedenen Blickwinkeln, die wir aus unserer individuellen Expertise einbringen können.

Über das „How-to“ Ihrer Aufgaben haben wir jetzt schon einiges erfahren. Aber was sind denn konkrete Inhalte Ihres Schulungsangebots? Und gibt es so etwas wie ein „All-time-favorite“?

Bianca Lächelt: Praktisch zu jedem sicherheitstechnisch relevanten Thema rund um die Türsysteme der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik haben wir Materialien entwickelt. Angefangen von Grundlageninformationen, über Installationsvideos, Workshops, Präsenz- und Webseminare sowie quizartig aufeinander aufbauende Selbstlerneinheiten ist alles abgedeckt. Sehr beliebt in der E-Learning Academy sind de facto alle Grundlagenmodule, allen voran die Grundlagen zur CLIQ®-Technologie und die zu unseren Schlössern. Auch beliebt und notwendig bei effeff sind zudem die Sachkundeseminare, die alle fünf Jahre erneuert werden müssen.

Unterscheiden Sie in den Trainingsinhalten nach Fachkräften und Neueinsteigern? Wie informieren Sie über die Angebote?

Bianca Lächelt: Grundsätzlich stehen wir allen genannten Zielgruppen mit Rat und Tat zur Seite. In der Regel kommen die meisten Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Unternehmensbereichen und bringen dementsprechend auch verschiedene Wissenslevel mit. Unser Ziel ist es, dass jeder Teilnehmende sich gut aufgehoben fühlt. Den vielen positiven Rückmeldungen zufolge gelingt das auch sehr gut. Über unser Angebot informieren wir über die gesamte Bandbreite an Kommunikationskanälen, verstärkt online im Rahmen von zum Beispiel Newsletter- und Social Media-Services. Einen besonderen, sehr geschätzten Service erlauben wir uns bei den Sachkundeseminaren: Unsere Kunden bekommen ein Erinnerungsschreiben, in dem wir darauf aufmerksam machen, dass wieder bei Kollege A bis Z eine Auffrischung ansteht. Das entspricht unserem Maßstab an gute Kundenbetreuung und Beratungskompetenz.

Hat sich der Bedarf der Branche in den letzten Jahren verändert? Wo geht Ihrer Meinung nach die Entwicklung der Trainings hin?

Bianca Lächelt: Aller digitalen Entwicklung zum Trotz nehmen wir wahr, dass unsere Kunden persönlichen Kontakt wollen. Einen gewissen Schub bekommen gerade die Individualtrainings, bei denen wir in die Unternehmen gehen, um auf deren spezifischen Bedarf und Fragen einzugehen. Hier geht es vor allem um Know-how-Transfer und Best Practice. Ganz allgemein denke ich, die Mischung und Flexibilität macht das Trainingsangebot auch in Zukunft so attraktiv. Wir müssen sowohl online als auch live präsent sein. Jeder Teilnehmende kann sich seine favorisierte Möglichkeit aussuchen, wie er unser Wissen vermittelt bekommen möchte.