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Sicherheitstechnische Trends im Gebäudeschutz für Industrie-Unternehmen

Geschrieben von Sample HubSpot User | 28.10.2020

Der rasante technologische Fortschritt und die zunehmende Digitalisierung setzen auch beim Thema Gebäudesicherheit von Industrien ständig neue Trends. Sicherheitsverantwortliche müssen diese kennen, um die „richtigen“ und zukunftsfähigen Maßnahmen treffen zu können – auch unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten. Miriem Hammoudi, Business Development Managerin Industry bei der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH, erläutert in diesem Beitrag aktuelle und relevante Entwicklungen und welche Auswirkungen der digitale Wandel auf die Branche hat.

Kaum zu glauben, aber wahr: Historisch begründet und gewachsen gewährleisten in vielen Industrieunternehmen in Deutschland nach wie vor rein mechanische Sicherheitssysteme den Gebäudeschutz. Das gute alte Logbuch zur Dokumentation von Schlüsselvergaben und Schließereignissen ist präsenter, als man meinen sollte. Entsprechend groß ist der Druck, der auf Sicherheitsverantwortlichen lastet, die trotz der allgegenwärtigen Budgeteinschnitte und Personalumstrukturierungen technologisch mithalten sollen und müssen.

Hinzu kommen die Fragen nach den sicherheitstechnischen Entwicklungen an sich und wo die Reise hingeht. Gehört schlüssellosen Systemen und erweiterten Bluetooth-Möglichkeiten die Zukunft? Wie sieht es andererseits mit biometrischen Technologien aus, die personenbezogene Merkmale durch personengebundene Eigenschaften wie Fingerabdruck, Iris oder Nagelbett ersetzen? Oder übernimmt etwa Künstliche Intelligenz (KI) zukünftig eine stärkere Rolle in der Sicherheitstechnik?

Was sich Industriekunden wünschen

Unstrittig ist, dass biometrische Systeme im Vergleich zu anderen Sicherheitssystemen ein Mehr an Sicherheit bieten, da sich die individuellen Merkmale nicht wie PINs oder Passwörter an andere Personen weitergeben lassen oder gestohlen werden können. Auch KI-Systeme feiern aktuell beachtliche Erfolge in der Robotik, im maschinellen Lernen oder beim autonomen Fahren. Mittelfristig gesehen, werden beide Entwicklungen aber kaum die Zylinder- und Schlüsseltechniken wirklich verdrängen, da auf Türseite immer noch sehr hohe Investitionen erforderlich wären, um die Zutrittsabfragen für diese visionären Technologien anzupassen.

Tatsächlich sind die aktuellen Trendentwicklungen in der Industrie-Gebäudesicherheit von anderen, viel grundlegenderen Kundenbedürfnissen getrieben. „Flexibilität und Vernetzung“ sind das Stichwort – Kunden wünschen sich möglichst smarte und flexible Sicherheitssysteme, die weltweit miteinander kombiniert und übergeordnet von einer verantwortlichen Stelle koordiniert und verwaltet werden können. Es ist also weniger die eigentliche Technologie, sondern vielmehr der Ruf nach einheitlichen technischen Standards, die international anerkannt und über Ländergrenzen hinaus etabliert werden müssen.

Allerdings gibt es bisher nur wenige standardisierte Lösungen. Die Suche danach läuft international auf Hochtouren. Vielversprechend sind Schließsystemlösungen im Bereich der Access-Technologie, die bereits mit RFID-Technologie arbeiten. Diese weltweit anerkannte Technologie kann als Software-Basis für das Gesamtmanagement eines Gebäudes dienen und ist mit allen verfügbaren Mobilfunkstandards kompatibel. So lassen sich schon heute durch die intelligente Vernetzung von Zutrittskontroll- und Zeiterfassungssysteme, sämtliche Organisationsabläufe in einem Betrieb optimieren, was nicht nur wertvolle Zeit spart, sondern auch äußerst kostenattraktiv für die Betreiber ist.

Auswirkungen veränderter Arbeitsmodelle auf die Schließtechnik

Der Change-Prozess in der gesamten Sicherheitstechnikbranche wird darüber hinaus durch vier große Megatrends getriggert: Zunehmendes Outsourcing, temporäre Arbeitsorganisation in Projektteams, schnelleres Change-Management und externe Verwaltungsstrukturen (Cloud). Digitale und elektronische Sicherheitssysteme müssen höchsten Ansprüchen an Cybersicherheit und Gebäudeschutz genügen, aber gleichzeitig sehr flexibel, unkompliziert und am besten auch mobil anwendbar sein.

Ein Beispiel sind die unzähligen Co-Working-Areas, die von ständig wechselnden Personengruppen genutzt werden oder die großen Technologieparks, für die die beteiligten Industrieunternehmen externe Verwaltungsgesellschaften engagieren, um Facility-Management und Infrastrukturen zu vereinheitlichen. Neben der reinen Kostenersparnis wirkt sich dieser Trend zur Bündelung von Gebäudeautomation, Security-Systemen sowie Brandschutz- und Rettungswegtechnik insgesamt positiv auf die allgemeine Sicherheit in einem Industriegebäude aus.

Individuelle Industrielösungen dank starker Partner

Die Frage, ob man bereits jetzt Taten sprechen lässt oder lieber weitere Entwicklungen für geplante Modernisierungsmaßnahmen abwartet, ist für einen verantwortlichen technischen Leiter nicht leicht zu beantworten. Deshalb lohnt es sich, im Zuge von Umstrukturierungen in der unternehmenseigenen Gebäudesicherheit auf die Zusammenarbeit mit kompetenten Spezialanbietern zu setzen, die die wichtigsten Trends schon früh erkannt haben und bereits heute innovative und zukunftsfähige Sicherheitstechnik-Lösungen dazu anbieten können: flexibel, digital und vernetzt.

Viele zukunftsweisende Spezifikationen in der Schließtechnik entstehen erst in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsexperten und dem anfragenden Industrieunternehmen. Um für die teilweise sehr spezifischen Kundenanforderungen in den unterschiedlichen Industriezweigen immer ein maßgeschneidertes Sicherheitskonzept umsetzen zu können, investieren seriöse Anbieter deshalb viel Zeit in eine intensive Planung und kompetente Beratung. Das gelernte Know-how wird so ständig vertieft und kann immer wieder wertschöpfend eingesetzt werden. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Miriem Hammoudi, Business Development Managerin Industry, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH, berät Industrieunternehmen zu ganzheitlichen Schließlösungen.