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Sensibel und komplex - das funktioniert nur auf Augenhöhe

Geschrieben von Sample HubSpot User | 29.07.2026

Das Unternehmen Sälzer ist allen bekannt, die im Bereich Hochsicherheit nach Lösungen suchen: Für Menschenleben, für Sachwerte wie sensible Daten oder auch für unwiederbringliche Kunstwerke. Thomas Pregla ist Leiter Technik und Produktentwicklung bei Sälzer und hat auf der Messe erzählt, warum die Zusammenarbeit unterschiedlicher Hersteller im Hochsicherheitsbereich so wichtig ist.

In Marburg entwickelt und fertigt ein Unternehmen Produkte, die man im fertigen Gebäude kaum erkennt – und genau das ist der Anspruch: Die SÄLZER GmbH zählt zu den führenden Spezialisten für bauliche Hochsicherheit und beliefert von hier aus Kunden in mehr als 90 Ländern. Seit 2018 gehört das Unternehmen zur Schüco Gruppe und verbindet seither seine Sicherheitskompetenz mit der Systemwelt eines der größten Anbieter für Fenster-, Tür- und Fassadentechnik.  

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Ein modulares System statt Einzellösungen

Das Herzstück des Portfolios ist das „System SÄLZER“: ein Baukasten aus mehreren Produktserien, die unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Schutzwirkung und Gestaltung setzen. Der entscheidende Gedanke dahinter ist die Kombinierbarkeit. Anstatt für jede Bedrohung ein separates Produkt zu liefern, lassen sich Fenster, Türen und Fassaden so konfigurieren, dass sie mehrere Schutzziele gleichzeitig erfüllen – etwa Einbruchhemmung in Verbindung mit Durchschuss- und Sprengwirkungshemmung, bei Bedarf ergänzt um Brand- und Rauchschutz.

Diese Mehrfachanforderungen sind in der Entwicklung anspruchsvoll, weil sich einzelne Schutzziele technisch widersprechen können: Ein durchschusshemmendes Element muss Masse und Stabilität mitbringen, ein einbruchhemmendes braucht durchdachte Verriegelung, ein sprengwirkungshemmendes muss kontrollierte Lastabtragung erlauben. Sälzer berücksichtigt diese Zielkonflikte bereits in der Konstruktionsphase – das Ergebnis sind Systeme mit integrierter Multifunktionalität statt nachträglich aufgesetzter Sicherheitstechnik.

Geprüft wird das komplette Element

Ein für die Praxis wichtiger Punkt, der in Ausschreibungen oft untergeht: Häufig werden nur Schutzklassen für die Verglasung abgefragt. Die Verglasung ist aber nur ein Teil der Lösung. Sälzer betont, dass im Ernstfall nur das vollständig geprüfte Element wirkt – also Rahmen, Glas, Bänder, Beschläge und Schloss im Zusammenspiel.

Zusammenarbeit ist entscheidend

Hier kommt die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern ins Spiel: Wer sich hier frühzeitig abstimmt, kann Zeit und Kosten sparen und gemeinsam passende Lösungen finden. Aus diesem Grund arbeitet ASSA ABLOY seit vielen Jahren mit Sälzer zusammen. ASSA ABLOY ist bekannt dafür, im hauseigenen Prüfzentrum die Produkte auch über die Norm zu testen und mehr zu erfüllen, als gefordert wird. Gerade dieser Ansatz macht aus den beiden Unternehmen ideale Partner.

Denn auch Sälzer verfährt so: Gerade die Materialübergänge und Bauteilanschlüsse bergen beispielsweise das Risiko eines Geschossdurchtritts. Das Unternehmen lässt deshalb sogar den Wandanschluss an den Baukörper gezielt beschießen, obwohl die einschlägigen Normen das nicht verlangen.

Zwei Partner - ein Ansatz

Möglich wird dieser konsequente Prüfansatz durch ein eigenes ballistisches Prüfzentrum am Standort. Der Firmensitz war ursprünglich eine militärische Liegenschaft mit Bunkeranlage – und damit eine normgerechte Schießanlage. Während andere Hersteller mehrere Monate auf externe Prüfergebnisse warten, kann Sälzer genau wie ASSA ABLOY Tests in wenigen Tagen selbst durchführen. Das verkürzt Entwicklungszyklen erheblich und erlaubt es, schnell auf kundenindividuelle Anforderungen zu reagieren.

Sicherheit, die man nicht sieht

Genau wie Sälzer überzeugt auch ASSA ABLOY mit Produkten, die sich perfekt in eine moderne, transparente Architektur einfügen. Es ist also zu erwarten, dass diese Zusammenarbeit und Partnerschaft, die auch in gemeinsamen Fachseminaren für Architekten und Planer gelebt wird, in Zukunft noch weiter ausgebaut werden wird.