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IFS Zertifizierung für Lebensmittel - mehr Lebensmittelsicherheit mit der Schließtechnik von ASSA ABLOY

Geschrieben von Sample HubSpot User | 03.04.2020

Sie wollen eine sichere sowie hygienisch einwandfreie Produktion und Weiterverarbeitung von Grundnahrungsmitteln gewährleisten?

Für Lebensmittelhersteller ist es wichtig, die Produktionsprozesse sorgfältig zu kontrollieren und diese nach bestimmten Standards zu zertifizieren. Ein wichtiger Bestandteil der in der Lebensmittelproduktion gültigen IFS Standards sind Zutrittskontrollen. Diese verhindern insbesondere den Zugang unbefugter Personen.

Erfahren Sie hier, was hinter der IFS Zertifizierung steckt, warum sie wichtig ist und wie die Schließtechnik von ASSA ABLOY Sie bei der Erreichung der Standards unterstützt.

IFS Zertifizierung für eine hohe Lebensmittelqualität 

Der International Featured Standards (IFS) ist ein international gültiger Standard, der Lebensmittelsicherheit und eine hohe Qualität der Lebensmittel entlang der gesamten Lieferkette sicherstellt. Es gibt verschiedene branchenspezifische Varianten. Das bekannteste und erste Regelwerk für sensible Produktionsprozesse stammt aus der Lebensmittelindustrie und heißt IFS Food Standard.

Der IFS Food Standard erfüllt auch die Anforderungen der Global Food Safety Initiative (GFSI), welche es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensmittelsicherheit für Konsumenten rund weltweit zu fördern. 

Entstehung des IFS Food Standards

Der IFS und die damit verbundene Zertifizierung wurden im Jahr 2003 vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) und des französischen Einzelhandelsverbands Fédération des Entreprises du Commerce et de la Distribution (FDC) entwickelt. Die Zertifizierung sollte dazu dienen, Unternehmen, die Lebensmittel nach höchsten Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsstandards produzieren und weiterverarbeiten, einheitlich zu kennzeichnen.

Bald wurde ersichtlich, dass nicht nur in der Lebensmittelindustrie ein Bedarf für eine Vereinheitlichung bei der Kontrolle der Produktsicherheit und Qualitätssicherung besteht. Deshalb entwickelten HDE und FDC weitere Standards (z. B. für Haushalts- und Körperpflegeprodukte oder Verpackungsmaterialien), die unter dem heutigen Namen „International Featured Standards" (IFS) zusammengefasst wurden. Um Verwechslungen mit den ursprünglichen Standards für die Lebensmittelindustrie zu vermeiden, wurden diese zu IFS Food Standard umbenannt.

Änderungen der IFS Food Standards seit der Einführung

Seit ihrer Einführung gab es bereits mehrere Versionen der IFS Food Standards. Die jüngste Version 8 (Stand: Juli 2023) wurde im April 2023 veröffentlicht. Im Vergleich zur Vorgängerversion wurde darin unter anderem das Bewertungssystem im Rahmen der Zertifizierung geändert und einige Anforderungen neu angeordnet.

Zu dem IFS-Regelwerk gehört ein weiteres Gütesiegel, das die freiwillige Verpflichtung nach den „Food Defense"-Prinzipien kennzeichnet. Dieses zeigt an, dass Lebensmittel vor der mutwilligen Kontamination oder Verfälschung durch biologische, chemische, physikalische oder radioaktive Stoffe geschützt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So läuft die IFS Food Zertifizierung ab

Der Prozess der IFS Food Zertifizierung besteht aus mehreren Schritten, die darauf abzielen, die Einhaltung der vorgeschriebenen Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsstandards zu prüfen:

  • Vorbereitung auf das Audit: Zunächst muss das Unternehmen, das die Zertifizierung anstrebt, seine Prozesse und Verfahren genau analysieren und sicherstellen, dass diese den Anforderungen des IFS Food Standards entsprechen. Dies kann durch interne Audits, Schulungen und die Implementierung erforderlicher Systeme und Kontrollen erfolgen.
  • Auswahl einer Zertifizierungsstelle: Die Unternehmen müssen eine akkreditierte Zertifizierungsstelle auswählen, die für die Durchführung des Audits zugelassen ist. Beispiele für Zertifizierungsstellen sind beispielsweise TÜV Süd, TÜV Nord und DEKRA. Die Zertifizierungsstelle berät das Unternehmen in Bezug auf die Anforderungen und das Verfahren.
  • Das Audit: Ein Auditor der Zertifizierungsstelle führt das Audit durch, bei dem alle relevanten Aspekte des Unternehmens untersucht werden, darunter das Qualitätsmanagement, die Produktionsprozesse, die Risikomanagement-Praktiken und die Einhaltung der Lebensmittelsicherheitsgesetze. Der Auditor prüft dabei nicht nur die Dokumentation, sondern beobachtet auch die tatsächlichen Abläufe vor Ort.
  • Bericht und Bewertung: Nach dem Audit erstellt der Auditor einen detaillierten Bericht über die festgestellten Nichtkonformitäten und bewertet das Unternehmen anhand eines vorgegebenen Bewertungsschemas. Wenn das Unternehmen die erforderliche Mindestpunktzahl erreicht und keine schwerwiegenden Abweichungen festgestellt wurden, kann es die Zertifizierung erhalten.
  • Zertifizierung: Wenn das Unternehmen erfolgreich ist, erhält es die IFS Food Zertifizierung, die für einen bestimmten Zeitraum gültig ist, in der Regel für ein Jahr. Danach muss das Unternehmen erneut auditiert werden, um die Zertifizierung zu erneuern.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Auch nach der Zertifizierung muss das Unternehmen seine Prozesse ständig überprüfen und verbessern, um die Einhaltung der IFS Food Standards zu gewährleisten und auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

Welche Vorteile bietet eine IFS Zertifizierung?

Eine IFS-Zertifizierung bietet zahlreiche Vorteile für Verbraucher und Lebensmittelhersteller

Verbraucher profitieren unter anderem von den folgenden Aspekten:

  • Hohe Sicherheits- und Qualitätsanforderungen sind nachweislich erfüllt.
  • Verbraucher profitieren von einer international vergleichbaren Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette.
  • Konsumenten können sicher sein, dass die Unternehmen aufgrund des Bewertungssystems kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Produkte arbeiten.

Auch für Unternehmen ergeben sich aus der Zertifizierung zahlreiche Vorteile: 

  • Das Vertrauen der Kundschaft wird gestärkt.
  • Die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel entlang der gesamten Lieferkette wird gewährleistet.
  • Neue Märkte können erschlossen werden.
  • Rechtliche Anforderungen werden erfüllt.
  • Individuelle Risikobewertungen sind möglich.
  • Auditverfahren für Lieferanten und Handel werden vereinheitlicht, wodurch sich Kosten einsparen lassen.
  • Durch die Einführung von Best-Practice-Verfahren zur Einhaltung der Standards sinken die Betriebskosten,  Gewinn und Effizienz steigen.
  • Produktabfälle und -rückrufe werden reduziert.

Eine IFS Zertifizierung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Lebensmittelherstellern und erhöht das Vertrauen der Kunden in Ihre Produkte. Dies gilt umso mehr, wenn auch die international gültigen Standards der Food Defense erfüllt sind.

Mit den Zutrittskontrollen von ASSA ABLOY Food Defense gewährleisten

Zur Food Defense gehören alle physikalischen, personellen und operativen Sicherheitsmaßnahmen, die die Lebensmittelproduktion oder -weiterverarbeitung vor Manipulation und Sabotage schützen. Ein wichtiges Beispiel ist die Einrichtung von sogenannten Schutzzonen, deren Zutritt nur bestimmten Mitarbeitern gestattet ist.

Um diese Bereiche betreten zu dürfen, sind besondere Zutrittsrechte erforderlich, die mithilfe elektronischer Schließanlagen kontrolliert werden können. Diese sorgen dafür, dass berechtigte Personen Zutritt haben und unbefugten Personen der Zutritt verwehrt wird. Gleichzeitig erlauben sie bei Bedarf die lückenlose Dokumentation aller Personen, die einen bestimmten Bereich betreten haben.

IFS Anforderungen erfüllen mit der eCLIQ-Schließanlage

Ein System, das die strengen Anforderungen der IFS Food erfüllt, ist die eCLIQ-Schließanlage von ASSA ABLOY. Diese besteht aus mehreren Komponenten, die einen wichtigen Beitrag zur Zutrittskontrolle leisten und den strengen IFS-Anforderungen gerecht werden. So sorgen Lebensmittelhersteller mithilfe der eCLIQ-Anlage für mehr Lebensmittelsicherheit in ihrem Betrieb.

 

 

ASSA ABLOY als IT-Partner für die Pflege des CLIQ Web Managers

„Mit dem Hosting gibt der Kunde die gesamte IT-Pflege an uns ab und spart damit Zeit und Kosten. Er muss weder in eine IT-Infrastruktur, noch in Personal für Wartung und Support der Schließanlagensoftware investieren. Stattdessen sorgen wir ganz automatisch für den neusten Stand der Technik und die aktuellste Softwareversion. Sollte es Störungen geben, beheben wir sie umgehend. Unser Monitoring für Applikation und Server läuft rund um die Uhr." 

Miriem Hammoudi, Business Development Managerin Industrie, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

Lebensmittelsicherheit mithilfe der passenden Schließanlage von ASSA ABLOY sicherstellen

Eine Zertifizierung nach dem IFS Food Standard ist ein Zeichen für Qualität und Produktionssicherheit in der Lebensmittelindustrie, die durch die Anerkennung der GFSI weltweit Bedeutung hat. Wichtige Kriterien sind unter anderem die Einhaltung der Hygienerichtlinien und der Schutz vor dem Eindringen unbefugter Personen. 

Die eCLIQ-Schließanlagen von ASSA ABLOY sind optimal geeignet, um die hierfür erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen in die Tat umzusetzen. Sie lassen sich sowohl räumlich als auch zeitlich an die jeweiligen Zutrittsrechte anpassen – und das individuell für jeden Nutzer. Auf diese Weise gewährleisten Lebensmittelhersteller eine transparente und sichere Zutrittskontrolle, die für die IFS Food Zertifizierung von Bedeutung ist.